Verweilen 1. Oktober 2018

Don Giovanni-Messe

DIE Oper als Messe – liturgisch-musikalische K(r)ämpfe im 19. Jahrhundert

Auf die grossartige Opernmusik Mozarts wollte man auch im Kloster nicht verzichten, vor allem nicht auf die „Oper aller Opern“, den „Don Giovanni“. Ein anonym gebliebener Mönch arbeitete daher um 1825 Musik aus diesem Werk, das vom umtriebigen Frauenverführer handelt, in eine vollständige Festmesse mit den Sätzen „Kyrie“, „Gloria“, usw. um. – Mozarts Musik war ihm heilig, sei es im profanen oder kirchlichen Bereich. Nur wenige Jahre später galt die Kirchenmusik Mozarts und Haydns als unliturgisch, für den Gottesdienst als nicht würdig und wurde für die nächsten 150 Jahre mit scharfen Worten versenkt. – Spannend wird die vergleichende Gegenüberstellung der Klangbeispiele aus der Mozart-Oper und deren Mess-Bearbeitung werden! Der geschätzte Referent Martin Hobi ist Professor an der Hochschule Luzern/Musik, Lehrbeauftragter an der Universität Luzern, Dozent für Dirigieren an der Diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen, Redaktor der schweizerischen Fachzeitschrift „Musik und Liturgie“, Künstlerischer Leiter des Badener Vokalensembles und Kirchenmusiker/Organist in Hinwil ZH. Er wird zudem am 10./11. November 2018 die schweizerische Erstaufführung der „Don Giovanni-Messe“ in Baden und Bad Zurzach leiten.

Seien Sie herzlich willkommen!

 Verweilen 1. Oktober 2018